Almaty, Kasachstans heimliche Haupstadt am Fuße des Tien Schan Gebirge

Direkt hinter der Stadt erhebt sich das gewaltige Panorama der schneebedeckten Bergriesen, die bis über 4.000 Meter hoch sind.

Vom 14. Stock aus unserer Ferienwohnung können wir die Berge sehen – wow!

Wir verlieben uns sofort in diese Stadt. In Almaty pulsiert das Leben, hier ist alles sehr lebendig und quirlig. Mit rund 1,8 Millionen Einwohnern ist sie die größte Stadt Kasachstans. Und sie blickt auf eine lange Geschichte zurück. Sie wurde nicht innerhalb der letzten zehn Jahre komplett neu erbaut und das sieht man auch. Alte und neue Gebäude prägen das Stadtbild, unterschiedlichste Architekturstile treffen hier aufeinander. Viele Monumentalbauten noch aus Sowjetzeiten. Es ist sehr grün hier, die Straßen sind mit Bäumen gesäumt und viele Parks locken zum Ausruhen. Und das wird rege genutzt. Die Menschen sitzen draußen, trinken gemeinsam Kaffee und führen lebendige Gespräche.
Als Almaty noch Hauptstadt war, hieß die Stadt Alma Ata, was übersetzt in etwa “Großvater des Apfels” heißt. Denn von hier kommt ursprünglich der Apfel und auf ihn trifft man überall in der Stadt.

Wir sind nun seit zwei Tagen in Almaty und genießen den Luxus einer kleinen Ferienwohnung.

Über Caravanistan und eine iranische Agentur hatten wir dann schlussendlich unser Iranvisum von Karakol aus beantragt. (unsere eigenen E- visa Anträge waren zweimal abgelehnt worden, wir sollen doch eine Iranische Stelle beauftragen, hieß es). Gestern waren wir dann sofort frühmorgens beim Konsulat.
Als Info: Almaty ist sehr weitläufig und hügelig. An der ersten Adresse die wir nach langem googlen gefunden hatten war mittlerweile die chinesische Botschaft, also weiter zur zweiten Adresse von Caravanistan. –>Fast hoch zum Kok Tobe ( Johannes hat die Route in sein Navigationsprogramm für Radfahrer eingegeben) – das ist der Hausberg hier. Auf schmalen schlechtem Pfad mit unmengen an Scherben gings nach oben , so steil, dass wir schieben mussten, um dann oben angekommen wieder nach unten zum Konsulat zu fahren. Dort ging alles sehr unkompliziert. Sie haben eine Kopie des Passes gemacht, uns die Adresse der Pakistanische Bank gegeben. 50€ einzahlen und mit dem Einzahlungsbeleg sollen wir dann wiederkommen.
Wieder Navi fragen, rauf aufs Rad und los: Dort bei der Pakistanischen Bank haben sie nur Euros akzeptiert (wie gut, dass Johannes – für alles gewappnet- sowohl Euro, Dollar, Kreditkarte als auch Tenge dabei hatte!) Auch unser Einreiseformulae war nötig. Auch das hatten wir ( aber echt nur zufällig) mit dabei, uff!!!
Jeder 50€ einzahlen, mit dem Beleg wieder zurück, (diesemal Navigation für Autos, etwas länger aber viel bequemer😉😉).
Und Voila, in 4 Tagen können wir das Visum abholen. Jetzt wieder den gleichen Weg zurück , hoch, runter, um den Berg …. geschafft 👍
Dafür sind wir letztendlich 19 km und fast 300 Hm geradelt. Keine Ahnung wie das jemand ohne Rad anstellen soll.
Jetzt ging’s zur turkmenischen Botschaft, wir wollten uns dort informieren wie das Procedere für uns dort weiter geht.
Die turkmenische Botschaft ist, ein Segen, bei uns ums Eck. Dort können wir dann mit Pass und Iranvisum gleich am Donnerstag vorbei kommen. Nötig sind: Farbige Passkopie, ein Begründungdschreiben warum gerade Turkmenistan, jeder zwei Passbilder und dann (laut Auskunft des wirklich netten jungen Mannes) eine Woche warten. Das heißt wir werden hier schlussendlich wohl zwei Wochen sein müssen. Aber es gibt schlimmeres 😉 Die Ferienwohnung ist echt o.k., in Almaty kann man es super aushalten und es gibt einige Ausflugsziele mit Wanderungen. Für Freitag Abend haben wir schon mal Karten für die Oper („Liebestrank“ von Donizetti).
Nachdem wir gestern die Zeit für Orga verdaddelt haben (einen neuen Rechner haben wir auch gefunden👍👍👍), wollen wir heute mal ins Nationalmuseum und mehr von Almaty sehen.
🤗🤗 🚵‍♀ 🚵‍♂

Wir nehmen uns Zeit guten Kaffee zu trinken (gestern haben wir einen holländischen Barista kennen gelernt, er hat seit 8 Jahren ein kleines Café hier in Almaty)… Wir konnten Kaffee aus Ecuador probieren, haben für unsere Travel Frenchpress gleich 250g frisch mahlen lassen.
Morgen testen wir bei frischen Croissants den Malaba👍☕️
Gute Café’s gibt es hier an jeder Ecke!
Wir müssen nicht darben…

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