​On the road again

Aus Mashhad kommen wir zügig heraus, noch das obligatorische Abschiedsfoto vorm Imam Reza Heiligtum und dann konnte es losgehen.  Auf den Straßen ist das meiste schon abgebaut und wenig erinnert an das Tohuwabuhu der letzten Tage. Trotz zahlreicher heimreisender Pilger waren wir zügig auf der „Autobahn“  nach Westen. Der Verkehr war enorm aber auf dem Seitenstreifen gings ganz gut ( nur etwas laut😀 Gute 100 km später zelten wir einfach 800m neben der Straße auf einem freien Acker.

Ach ja, unterwegs gabs noch weitere Geschenke von Iranern: Spezielle Kekse aus der Region, eine Orange, Popcorn (mit Essiggeschmack!) und 2 Mandarinen –  wir leben von „Almosen“😉

10.11. Heute radeln wir den ganzen Tag an Safranfelder vorbei. Nach dem vielen braun und grau der letzten Tage tut das wunderschöne lila der Safranblüten gut. Wir halten mehrmals an Felder an und dürfen probieren. Safran soll sehr gesund sein und er färbt auf alle Fälle (Johannes Zunge lässt grüßen). 90% der Weltproduktion kommen aus dem Iran und zum Pflücken bleibt nur ein Zeitfenster von wenigen Tagen – da hatten wir ja echt Glück! 

Hier pflücken die Menschen an Felder für den Eigengebrauch, so wie bei uns an den Erdbeerfeldern. Vor dem Feld steht jemand mit Waage und man bezahlt die Blüten nach Gramm. (da stehen dann viele Autos)

An anderen Feldern sitzen dafür viele „Erntehelfer“,  keine Autos, und pflücken in Körbe und Säcke. Bezahlt werden sie nach Kilogramm ihres Pflückergebnisses.

Auch heute kamen wir wieder zügig voran und schlagen nach 111,1 km (Super Schnapszahl, für uns hat der Fasching schon am 10.11 begonnen😂😂) unser Zelt wieder auf einem abgeerntetem Feld abseits der Straße auf. Es wird schon sehr früh dunkel (Sonnenuntergang um 16.30),  so dass wir spätestens um 16.00 Uhr ein Plätzchen gefunden haben sollten.

Im Dunkeln ist das Radfahren neben den rasenden Autos nicht zu empfehlen!!

Dafür bleibt Zeit im Zelt einen Kaffee zu genießen (die Frenchpress aus Almaty ist goldwert!!),  Tagebuch zu schreiben und falls Empfang, schon mal deutsche Zeitungen online zu lesen. Die Temperaturen sind immer noch frostig, und nachts kuscheln wir uns tief in die Daunenschlafsäcke.

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