​Zu Gast bei Farzaneh und Mohammad 

Der Empfang bei Farzaneh und Mohammad war wunderbar herzlich. Ihre Eltern und eine Freundin aus Studienzeiten (beide haben Englisch studiert) waren auch da. 
Und das Abendessen war super!  Iranisches Essen schmeckt vorzüglich! Es ist erstaunlich in wievielen Varianten Reis zubereitet, verfeinert, dekoriert und serviert werden kann (Reis angebraten. Genial!! Hat eine braune Kruste und sieht wie Kuchen aus, mmmh, Reis mit Safran,  Reis mit getrockneten Granatapfelkernen, Reis gemischt mit Linsen,… ). Gekocht wird mit tollen Gewürzen. Und Linsen oder Bohnen als Suppe oder Dal darf auch nicht fehlen. Schon zum Frühstück gibts warme Linsensuppe. Das Beste für uns war aber der Nachtisch. Wir bekamen selbstgekochte Puddingvariationen. Safran. Rosenwasser, Reismehl, Zucker, Nüsse, etwas Kokosraspel – es riecht exotisch nach 1001 Nacht und schmeckt noch viel besser!! 

Wir haben soviel über das Leben hier gelernt und gemerkt wie ähnlich alle Menschen doch sind mit ihren Hoffnungen und Wünschen.
Die Sanktionen und die daraus entstandene Inflation macht den Menschen im Iran schwer zu schaffen. Der Rial ist nur noch 1/3 wert. Die importierten Produkte bleiben aber genauso teuer.

Junge Paare überlegen sich ob sie sich überhaupt Kinder leisten können. Und wenn, dann entscheiden sie sich nur noch für ein, maximal zwei Kinder. Wohnungen sind teuer und man lebt eng beieinander. Trotzdem ist Gastfreundschaft das oberste Gebot hier und es ist immer Platz für Besuch (ob zum Essen oder zum Übernachten).  Gegessen wird am Boden, es wird eine Tischdecke ausgebreitet, um die herum sitzt man. Und wenn Besuch kommt, ist diese Decke eben größer. In dieser Ecke Irans ißt man nicht mit der Hand, sondern wie bei uns mit Besteck, nur Messer gibt’s keine. Am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig für uns, aber irgendwie kriegt man mit Löffel und Gabel dann doch alles klein.

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