Sucre – die weiße Stadt

2,5 Tagen brauchen wir von Potosí nach Sucre. Wieder mussten etliche Höhenmeter „geklettert“ werden, auch wenn Sucre so viel tiefer liegt. Immer wieder galt es einen nächsten und dann wieder den nächsten Pass zu überqueren. Uff! Unterwegs treffen wir auf Riesenspinnen mit Riesenspinnennetzen und scheinbar haben wir gerade den Abend erwischt, an dem sämtliche Flügeltiere schlüpfen. 15 km außerhalb von Sucre verbringen wir die 2. Zeltnacht und sind so schon frühmorgens im Städtle.

Trotz der 310000 Einwohner ist die Innenstadt erstaunlich ruhig. Am zentralen Platz des 25. Mai gönnen wir uns einen frisch gepresster Orangensaft (gibts hier überall, schmeckt gut und ist gesund) und sehen dem Treiben zu, bestaunen das erstemal die weißen Bauten.
Sucre ist genau richtig über Ostern mehrere Tage zu verweilen. Wir haben ein Appartement gebucht und dürfen es schon um 12:00 beziehen. Wir lassen es langsam angehen. Nach Verschnaufpause, gründlicher Reinigungsaktion von Körper und Material erkunden wir den Hügel hinter uns und landen am Mirador vor dem Kloster La Recoleta. Hier werden gerade zwei Musikvideos gedreht, die Drohnen schwirren über unsren Köpfen. Außer dem grandiosen Ausblicken auf Sucre bekommen wir so noch gratis nebenbei Folkloreauftritte geboten.

Das Passionsspiel der Kinder der Pfarrei heute am Karfreitag können /wollen wir nicht abwarten, der Start zieht sich immer mehr hinaus. So ohne Jacke losmarschiert wirds doch zu frisch und einkaufen müssen wir auch noch. Auf dem Rückweg vom Laden geraten wir mitten in die Karfreitagsprozession. Mit Blasmusik, die eher an Guggenmusik erinnert, werden Reliquien und Marienstatuen durch die Gassen getragen und so im Vorbeigehen bekommen wir den Ostersegen des Bischofs ab.

Sucre 28

Zurück im Appartement genießen wir das Selberkochen und experimentieren mit Quinoa. (Chefkoch sei dank!)
Die Küchenausstattung unsres Appartements ist perfekt und eine Waschmaschine vorhanden. Travelerherz was willst du mehr!
Damit etwas Osterfeeling aufkommt bäckt Birgit einen Osterzopf, etwas spannend denn es gibt nur gesalzene Butter hier. Aber das Ergebnis lässt sich sehen und schmeckt super! Ostern kann kommen.

Ca. 2900 Meter hoch gilt Sucre als schönste Stadt Südamerikas und die Altstadt ist seit 1992 Weltkulturerbe. Sucre ist mit seinen weißgetünchten Kolonialbauten wirklich schön, alles sieht sauberer aus als das, was wir bislang von Bolivien gesehen haben!
Die koloniale Altstadt besticht durch ihre vielen gut erhaltenen Gebäude. Die weiße Stadt hat Charme! Es gibt nette Cafés und Restaurants. Hier kann man sitzen und die Seele baumeln lassen. Aber durch diese eintönige Farbe auch etwas langweilig.
Das Klima ist angenehm warm, und nach Potosí über 4000 Metern ist das Schnaufen hier wieder leichter! Sicher mit ein Grund für die Kolonialherren hier den Sitz von Verwaltung und Kirche zu errichten.
Sucre ist aber nur noch die konstitutionelle Hauptstadt Boliviens (die Regierung sitzt in La Paz). Hier wurde die Unabhängigkeit errungen und die Republik gegründet. Der Reichtum, den die Minenarbeiter in Potosi erarbeiteten, wurde über Sucre in das spanische Mutterland abtransportiert.
Die Stadt ist wie Rom auf sieben Hügeln erbaut, das bietet tolle Ausblicke aber auch Steigungen, die es zu laufen gilt. In der Innenstadt gibt viiiiiele Kirchen ( es sollen über 70 sein).

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Der Samstagvormittag geht mit Orga drauf, eine Stadttour für nachmittags und für Montag eine Wanderung zum Inka Trail und Maraguakrater sowie zu den Saurierspuren (wir sind gespannt!) wird gebucht und Johannes braucht nun doch einen Ersatzmantel fürs Velo. Birgit nimmt all ihren Mut zusammen und begibt sich in die Höhle des Löwen – sie geht zum Friseur :-).
Am Nachmittag gehen wir dann mit den Condor Trekkern auf Walking Tour durch die Stadt. Wir erfahren viel über die zwei indigenen Bevölkerungsgruppen östlich und westlich von Sucre und deren Traditionen.

Die Geschichte Boliviens wird sehr anschaulich durch verschiedene Gebäude, Statuen etc. am zentralen Platz des 25. Mai erklärt. Auf der Tour besuchen wir einen Schokoladenladen und den Mercado Central und probieren uns durch lokale Obst- , Schokolade- und Wurstsorten. Danach geht’s in den Park Simon Bolivar (Freiheitskämpfer und Namensgeber fur Bolivien). Der Rundgang endet oben bei La Recoleta in einer urigen Hinterhofpinte bei einem Glas „Chuflay“ oder so ähnlich, schmeckt wie Limo mit Schnaps und wird wohl hier gerne getrunken . (Jetzt verstehe ich was Anke meint wenn sie schreibt „der Rundgang endet in einer wunderbar ollen Kaschemme mit Pirelli-Kalenderblätter-Deko und Schnaps in Gläsern mit dicken Möpsen.“ wir lassen die Bilder sprechen)


Die Touren von Condor Trekkers unterstützten soziale Projekte in und um Sucre, und im angeschlossenen vegetarischen Restaurant gibt es feinen Kaffee und gutes Essen.
Wir schlendern am Mirador La Recoleta umher, hier warten viele Indigene auf den Ostersonntagsgottesdienst morgen früh um Fünf. Sie kommen aus den Dörfern rund um Sucre hier nach San Francisco und werden die Nacht wartend im Freien verbringen.

Überall gibts local food, Chicha und Getränke in allen Farben. Wir fragen ob wir Chicha probieren dürfen und bekommen einen Humpen in die Hand gedrückt mit einem netten Salut! Schmeckt ein bisschen nach neuem Süßen, ist sehr trüb durch die viele Hefe. Etwas Sorge habe ich um meinen Magen und wir teilen die enorme Menge mit den um uns sitzenden Leuten. Die scheinen sich über die Gringos köstlich zu amüsieren. Chicha, auch Spuckbier, wurde früher durch Kauen produziert, die Amylase des Speichels hat den Mais zersetzt und das Ganze konnte dann super vergären. Heute wird Chicha aber wohl „hygienischer“ hergestellt. ( Nachtrag: wir hatten beide keine Nachwehen)

Wir müssen unseren knurrenden Magen und unseren etwas bedüdelten Kopf (Chicha hat ordentlich Alkohol) besänftigen und treffen im Condor Café wieder auf Iris. Sie wird am Montag den Ausflug mit uns machen. Gemeinsam verbringen wir das Abendessen mit guten Gesprächen.
Auf dem Heimweg „stolpern“ wir über eine offene Kirchentüre. Neugierig gehen wir hinein und und dürfen einen wunderbar lebendigen Ostergottesdienst mit viel Musizieren, Klatschen, Hüpfen und Lachen erleben. Es tut gut, dass Kirche so anders sein kann. „Feliz pascua“ tönt es von allen Seiten und die Menschen fallen sich in die Arme.


Am Ostersonntag stehen wir zeitig auf, wir wollen um 9:00 in den Ostergottesdienst der Kathedrale. Im Vergleich zu gestern Abend sitzen hier nur wenige im Gottesdienst. Welch ein Unterschied zu gestern Nacht! Der Gottesdienst erinnert uns sehr an deutsche Gottesdienste, schade!

Wir besuchen die Casa de la Libertad, seit 1592 Jesuitenkloster und ab 1624 dazu Universität, 1825 wurde dann genau hier die Unabhängigkeitserklärung von Bolivien unterzeichnet. Innerhalb des Gebäudes kann ein Museum besucht werden, in dem viele Dokumente und Relikte ausgestellt sind.

Danach decken wir uns im Mercado Central mit Fleisch, Gemüse und Obst ein, trinken frisch gepresste Säfte, probieren uns durch den Käsestand. In der oberen Etage verlocken die Gerüche der Garküchen und wir lassen uns das für Sucre typische Gericht „Mondongo- Gut gewürztes Fleisch in Sauce mit Patas und aufgequollenem Mais“schmecken. Hier waren wir sicher nicht das letzte mal.

Schwer bepackt schleppen wir uns unsren Hausberg nach oben. Kaum 48 Stunden in Sucre und wir fühlen uns schon wie Zuhause.
Nach einer Verschnaufpause und einem Kaffee „erklimmen“ wir den 3130 Meter hohen Cerro Churuquella mit seiner Christusstatue. Sucre liegt tief unter uns und auch von hier oben sieht sie schön aus. Am Rückweg gönnen wir uns einen Absacker auf der Dachterasse vom Kolpinghotel. Bevor wir die Jungs treffen haben wir noch etwas Zeit und wir haben beschlossen die Zeit hier zu verbringen und spanisch zu lernen. Sucre ist bekannt für seine vielen Sprachschulen, da wird sich was finden lassen.

Ostermontag: Für den Ausflug mit den Condor Trekkers müssen wir sehr zeitig aufstehen. Um 7:00 ist Abfahrt. Nachdem Essen und wir 10 Teilnehmer ins Micro gepackt sind starten unsere beiden Führer Jonny und Dinelsa mit uns Richtung Cordillera de los Frailes. Nach einer guten Stunde Fahrt frühstücken wir hoch oben bei der Kapelle  Chataquila zu Ehren der Maria von Guadalupe.

Jonny schafft es sehr schnell uns zu einer eingeschworenen Gruppe zu formen und bringt uns kurzweilig so nebenbei viele Infos zu Land, Kultur und Gebräuchen näher. Wir wandern ein Stück des alten (aber gut instandgesetzten) Inka-Pfades bergab, unterwegs zeigt uns Dinelsa immer wieder Heilpflanzen, die hier viel anstelle von traditioneller Medizin benutzt werden. Der Bus bringt uns dann zum kleinen Hostal des Ortes Maragua, das Mitten im gleichnamigen Krater liegt. Während wir zum Wasserfall “ devils throat“ laufen, präparieren unsere Guides das Mittagessen. Viel frisches Gemüse, ein Gläschen Rotwein, Essen gut – Stimmung gut!

So gut gelaunt sind wir zu unserem letzten Programmpunkt des Ausflugs gestartet: versteinerte Dinosaurierspuren. Vorher etwas Bussfahrt über eine steile, kurvige, enge und abenteuerliche Piste, dann eine kurze Wanderung und dann: „wow, vor uns liegen mehrere Dinosaurierwege“. Verschiedene Arten dieser Urtiere haben hier im versteinerten Matsch von Niñu Mayu ihre Fußabdrücke hinterlassen. Um Sucre gibt es mehrere Stellen mit Saurierspuren. Eine davon soll, laut Jonny 1000 Spuren haben. Das ist doch nochmal ein Ziel.

Erst aber wieder zurück zum Bus und dann wird die gutgelaunte fröhlich ratschende Gruppe wieder zurück nach Sucre geschaukelt. Dominik hat hoffentlich noch seinen Nachtbus nach La Paz geschafft. Dominik kommt auch aus dem Ländle, genauer Rheinstetten, und, wie ist die Welt klein!, sein Bruder Simon hat bei mit im Studioteam gearbeitet. War ein sehr ausgefüllter Tag und die Gruppe war richtig cool. Fast nur Deutsche,  alle jünger als wir, und wir hatten megaviel Spaß zusammen.
Spät sind wir zurück, der Kopf voller Eindrücke. Trotzdem statten wir dem Hospedaje Isabella einen Besuch ab. Ab Mittwoch brauchen wir eine neue Bleibe, wir hatten ja beschlossen noch länger zu bleiben und unsre Wohnung ist nicht mehr frei. Nach etwas Verhandlung über Preis und welches Zimmer werden wir uns einig. Nachdem wir von den Spanische Schulen, die wir angemailt hatten nur negative oder keine Antwort erhalten sind wir auf dem Heimweg über die offene Tür einer Sprachschule gestolpert. Zufällig sind wir im Goethe Institut von Sucre gelandet und konnten tatsächlich gleich für die 5 Tage Unterricht buchen. Etwas teurer als die anderen Anbieter, aber es scheint sehr professionell zu laufen. 2 evtl. 3 Stunden pro Tag und danach viiiiiel Freizeit. Die Dame im Sekretariat hat in Freiburg studiert,  in der Stusi gewohnt, welch netter Zufall.

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Unsre Sprachschule ein Ableger vom Goethe Institut

Mal wieder ausschlafen, gemütlich frühstücken und dann gehts in die Sprachschule Instituto Cultural Boliviano Aleman. Zu zweit sitzen wir Juan gegenüber, er ist Professor hier an der Uni und ich komme mir wieder etwas vor wie in der Schule. Aber er versteht es gut uns anhand Kärtchen ins Konjugieren einzuführen. Nach zwei Unterrichtsstunden brummt mir der  Kopf, aber ich habe tatsächlich fast eineinhalb Stunden am Stück nur spanisch gesprochen, wow! Hinterher belohnen wir uns mit einem Mittagessen im Mercado central, es gibt noch einiges was wir probieren müssen. Heute waren es Sopa de mani, Tojori sowie Api (warme Getränke auf Maisbasis) sowie Pasteles.
Zuhause gehts ans Hausaufgaben machen, wann habe ich das letzte mal Hausaufgaben gemacht?

Kurz außerhalb Sucres auf dem Hügel wurde 1985 bei einem Zementwerk eine Wand mit Saurierspuren freigelegt. Erst 1994 hat ein Schweizer die Bedeutung erkannt:  hier hat ein Baby-Tyrannosaurus mit Spitznamen „Johnny Walker“ die weltweit längste zusammenhängende Fußspur (350m) hinterlassen. Und insgesamt hat es hier über 5000 Fußstapfen von mindestens 8 verschiedenen Saurierarten, nirgendwo sonst gibt es annährernd soviele Spuren.

Wir nutzen die Tage in Sucre und sind echt fleißig! Morgens haben wir unsre kurzweiligen Spanischstunden, danach suchen wir uns ein schönes, ruhiges Plätzchen,  um unsere Hausaufgaben zu erledigen. Unser Lieblingsplatz ist die Dachterasse des Kolpinghotels oben bei La Recoleta! Mittags bekommt man hier überall, wirklich günstiges,Tagesessen, bestehend aus mehreren Gängen. Wir nutzen das Angebot mehrmals und waren immer super zufrieden. So probieren wir uns durch die bolivianische Küche. Hinterher blieb immer noch genug Zeit für Erkundungstouren durch Sucre. In vielen Kirchen ist der Aufgang zum Glockenturm möglich,  besonders gefällt uns der Blick oben vom San-Felipe-Neri Kloster. 360 Grad Panoram weit über Sucre bis zur Cordillera de Freiles.

Da alle Häuser in der Innenstadt von Sucre maximal zweistöckig sind, hat man immer Sicht zum Himmel und nie das Gefühl in einer Großstadt „eingesperrt“ zu sein. Die Lage am Hang gewährt immer freie Blicke – wir fühlen uns hier sehr wohl. Hier könnten wir es gut noch länger aushalten.

Am Freitag lernen wir beim Hausaufgaben machen oben an der Dachterasse vom Kolping Pater Luis kennen. Spanier, der jetzt in Chile lebt, lange auf Madagaskar und in Frankfurt in Gemeinden tätig war und  hier in Sucre eine Tagesbetreuung für die Friehofskinder und Straßenkinder von Sucre mit aufgebaut hat. Unterstützung bekommt er durch Spendengelder von “ Lola“ bzw. dem Lorenzladen in Nürnberg. Die Einrichtung trägt passend den Namen „Casa de los amigos“. Schulkinder im Grundschulalter (hier 1.-6. Klasse) werden nach oder vor der Schule betreut, bekommen Mittagessen und Nachmittagstee, erhalten durch Pädagogen Hilfe bei den Hausaufgaben und bei Bedarf psychologische Betreuung. Dort gibt es eine wunderbar warmherzige Köchin,  Räume zum Hausaufgaben machen, ein Gewächshaus, seit letztem Jahr einen Backofen für eigenes Brot, Musikunterricht, eine Turnhalle und eine liebevolle Atmosphäre. Zuhause wären die Kinder auf sich allein gestellt!  Ab 14 Jahren arbeiten die „Friedhofskinder“, um ihre Familien finanziell zu unterstützen, auf dem großen,  blitzsauberem Friedhof. Für Geld pflegen und säubern sie die Mausoleen und Gräber,  beten anstelle von Angehörigen und bieten Führungen an. Uns führt Sonja, 21. Auch sie war schon als Grundschulkind im Zentrum. Mittlerweile studiert sie Zahnmedizin und finanziert sich ihr Studium u.a. durch die Führungen. Im Casa de los Amigos kann auch sie kostenlos essen, dafür hilft sie den Betreuern und kümmert sich mit um die Kleineren. Unser Glück,  im Kinderhaus arbeitet Judith,  gerade hier für ein 6-monatiges Praktikum, eigentlich Pädagogikstudentin in Bamberg.  Von ihr bekommen wir eine kleine Führung durch die Räume der Einrichtung. Tolle Arbeit die hier geleistet wird. Diese Kinder erhalten hier die für uns selbstverständliche Chance auf Essen, etwas Bildung und Herzenswärme und dadurch eine bessere Zukunft!! Ein unterstützenswertes Projekt!!

Mehr Infos unter http://lorenzerladen.mws3.de/friedhofskinderprojekt-cimet
Wer das Projekt unterstützen möchte (sicher gut angelegt!) :
http://lorenzerladen.mws3.de/spenden

Judith begleitet uns auch durch den Friedhof und übersetzt die Erläuterungen von Sonja wo notwendig. Dieser Friedhof ist überraschend gut gepflegt und da Sucre lange wirtschaftlich und verwaltungsmäßig das Zentrum Boliviens war hat es hier viele große Grabmäler der Prominenz. Sonja verknüpft das geschickt mit der Geschichte des Landes. Die einfacheren Gräber sind oft mit „wichtigen“ Dingen aus dem Leben der Verstorbenen dekoriert. Da findet man dann schon Bier – und Weinflaschen, eine Gartenschere, Musikinstrumente oder ein Spielzeugauto.

Für heute unsren letzten Abend in Sucre haben wir Konzertkarten zu einer Jam Session der Los Masis gekauft. Sie gehören zu einer der bekanntesten Musikgruppen und sind DAS kulturelle Exportprodukt Boliviens. In ihren bunten Trachten und den traditionellen Instrumenten wie der Sampona (Panflöte), Quena (Flöte), Saiteninstrumenten, Trommeln, Horn (Naturhorn von Kühen) und ihrer Lebendigkeit faszinieren sie uns auf den ersten Blick. Zum Repertoir gehört auch die ursprüngliche Musik und Tänze der verschiedenen indigenen Volksgruppen Boliviens, um sie als kulturelles Erbe ihres Landes zu erhalten. In dieser Woche feiern sie mit Konzerten,  Gottesdiensten etc. ihr 50-jähriges Jubiläum. Und wir haben das Glück dabei zu sein! Zu Ehren der Los Masis sind einige andere bolivianische Gruppen da, und auch die eigene „Nachwuchsband“ hatte einen Auftritt. Mann, war das eine Stimmung! Wir sind um 2:00 morgens nach Hause und waren mit die Ersten am Heimgehen. Morgen früh geht’s mit dem Bus weiter nach Uyuni, das Aufstehen wird sicher hart.

 

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