Unsre letzte Radetappe – Wehmut und Vorfreude auf Neues zugleich 

LetzteRadetappen0111.00 Uhr und wir rollen  bei leichtem Nieselregen neben riesigen Lastwagen, Tankautos etc. in Calama ein. Wie!? Am trockensten Platz der Erde Regen? Hier hat es normalerweise nur 0,5  – 2 mm pro Jahr Niederschlag. Und wir sind dabei!  Im Vergleich dazu regnet es in der Sahara 45 ml pro Jahr. 

An der echt riesigen Mall versorgen wir uns wieder mit Kaffeepulver, gerettet! Wir haben noch viel Zeit bis wir unser über Airbnb gebuchtes Appartement beziehen können. Ein Kaffee wäre jetzt nicht schlecht, also biegen wir in die Fußgängerzone ab. Es gibt vieles, aber ein Straßencafe leider nicht. Ja wir hatten vergessen, Chile ist nicht für Kaffeekultur bekannt. Aber frischer Fruchtsaft ist auch nicht zu verachten, wenn da nicht die beiden Straßenmusikanten im Abstand von 30 m wären, die versuchen sich gegenseitig an die Wand zu trällern! Ach wie ruhig waren die letzten Tage! Seit Ollague sind wir entlang zahlreicher Vulkane (5000 bis 6000er), durch Salzseen, entlang kleiner Lagunen mit Flamingos und Vikuniaherden und durch endlose Pampa geradelt. Nur wir beide und diese skurrilschöne Natur. Abends immer ein nettes Plätzchen zum Schlafen: mal bei Flamingos, mal direkt am Minivulkan oder am Fluss, der ein winziges grünes Band durch die auslaufende Atacama zog, und nun das, uff!
Heute haben wir unsere letzte eigentliche Radetappe beendet – wir sind etwas wehmütig. Nach 10 Monaten kommt das Ende unseres Sabbatjahrs immer näher. Morgen und übermorgen trudeln unsere Jungs samt Freundin ein, dann gibt’s 3 Wochen ziemlich stramm getakteten Familienurlaub. Danach wollen wir bei Huaraz in Nordperu noch eine längere Trekkingtour machen. Ecuador und vor allem Kolumbien sollen schöne Radelländer sein, hat man uns empfohlen. Aber das wird dann wohl eine andere Radtour…

 

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